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Informationen zur Osteoporose
Was ist Osteoporose?
Der Begriff Osteoporose (griechisch) besteht aus Osteo (Knochen) und porose (poröse, brüchig).
Die Osteoporose ist eine Erkrankung, welche das gesamte Skelett (Knochen) betrifft und zu einer Verminderung der Knochenmasse und somit zu einer Verschlechterung der Stabilität des Knochens führt. Im Anfangsstadium macht die Osteoporose meist keinerlei Beschwerden.
Bei fortgeschrittener Osteoporose kommt es dann aufgrund der reduzierten Festigkeit des Knochens, meist bei Bagatellunfällen, zu Knochenbrüchen (Frakturen), insbesondere an der Wirbelsäule, des Schenkelhalses der Hüfte und der handgelenksnahen Speiche. Aber auch alle anderen Knochen können betroffen sein.
In einem fortgeschrittenen Stadium treten dann meist Rückenschmerzen durch Wirbelkörpereinbrüche auf. Frauen sind zu 80 bis 90 Prozent betroffen. Krankheitsbeginn ist meist das mittlere Lebensalter, häufig bei Frauen nach dem Beginn der Wechseljahre. Wie merke ich, dass ich Osteoporose habe? Solange keine Schmerzen aufgrund von Knochenbrüchen im fortgeschrittenen Stadium der Osteoporose bestehen, wird die Osteoporose nicht bemerkt. Hier hilft nur die Diagnostik durch eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) und eine Röntgenaufnahme der Lenden- und Brustwirbelsäule. Zusätzlich ist eine Blutuntersuchung erforderlich. Die in unserer Praxis durchgeführte DXA Messung ist ein exzellentes, international standardisiertes und schmerzloses Verfahren mit extrem geringer Strahlenbelastung und kurzer Messdauer. Gibt es Risikofaktoren, die die Entstehung einer Osteoporose begünstigen? Ja, Risikofaktoren sind:
Es liegt eine Verminderung der Knochendichte vor (Vorstufe der Osteoporose). Hier ist auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D (880 IE/Tag) und Calcium (1000 mg/Tag) zu achten. Bei Unverträglichkeit von Calciumtabletten können alternativ zwei Flaschen calciumreiches Mineralwasser getrunken werden. (z.B. Steinsieker, eine Flasche enthält ca. 600 mg Calcium) Auch die zeitlich begrenzte Einnahme von Fluoridtabletten kann hier Sinn machen. Allgemein ist auf eine vitaminreiche Ernährung zu achten. Die Kosten für oben genannte Präperate werden in diesem Stadium nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wichtig sind regelmäßige Bewegungen sowie das Eliminieren von Risikofaktoren (z.B. Rauchen einstellen! Übermäßigen Kaffee- und Alkoholgenuss vermeiden.) Osteoporose Ihr gemessener T-Score ist kleiner als -2,5 SD. In diesem Stadium ist in vielen Fällen eine medikamentöse Therapie erforderlich, welche die Knochensubstanz wieder aufbaut. Die durchzuführende medikamentöse Therapie ist abhängig vom Lebensalter und ob bereits Knochenbrüche (Frakturen) aufgetreten sind. Eine regelmäßige Bewegungstherapie sowie das Eliminieren von Risikofaktoren sind auch hier unerlässlich. Bei Schmerzen aufgrund von Wirbelkörperbrüchen ist zusätzlich eine Schmerztherapie und ggf. eine Korsettversorgung erforderlich. Wir werden mit Ihnen, nach der Osteodensitometrie, jedoch noch ein ausführliches Beratungsgespräch führen und Ihnen die erforderliche Therapie genau erläutern. Eine erneute Osteodensitometriekontrolle sollte nach einem Jahr Therapie erfolgen. Einen Termin zur Knochendichtemessung können Sie telefonisch unter 02161/926270 in unserer Praxis vereinbaren. Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. Ausführlicher Patientenratgeber: Heidelberger Osteoporoseführer von Prof. Dr. Reinhard Ziegler, Gustav Fischer Verlag ISBN 3-334-61033-0 Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose |
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